StiftungNOAH : Ressourcen für außergewöhnliche Kinder

Magensonden : Frage & Antwort

Gibt es spezielle Sondennahrungsarten für Kinder mit viel Sekret?

Welche Sondennahrung ist für ein schwerst mehrfachbehindertes 10-jähriges Kind geeignet, das eine hohe Schleimproduktion hat und diesen ständig durch Husten, Hochwürgen und Erbrechen loszuwerden versucht, wobei natürlich auch häufig die Nahrung erbrochen wird. Bisherige Nahrung ist 'Tentrini', hochkalorisch, auf Milcheiweißbasis.

Frage gestellt von
Mona Ziegler, Tübingen

Antwort

Dienstag, 21. September 2004, 13:29 Uhr

An und für sich ist die Sondennahrung, die Ihr Kind zur Zeit bekommt, aller Wahrscheinlichkeit nach durchaus angemessen. Sie müssen nur bedenken, dass bei mehrfach behinderten Kindern oft ein Hang zu erhöhter Speichel- und Sekretbildung vorhanden ist, der sich in der Regel nur sehr schwer kontrollieren lässt.

Sie sollten sich daher als Erstes unbedingt mit Ihrem Kinderarzt sowie dem Diätberater Ihres Kindes zusammen setzen, um die Probleme bei der Bewältigung des Sekrets zu besprechen und um herauszufinden, ob es gegebenenfalls Sondennahrungstypen auf alternativer Basis gibt, die bei Ihrem Kind nicht zu verstärkter Sekretproduktion führen.

Einige Eltern berichten z.B., dass ihr Kind deutlich weniger Sekret produziert, seit sie, in enger Zusammenarbeit mit dem Diätberater und genau nach seinen Anweisungen, die Nahrung für ihr Kind selber kochen, pürieren und wie gewohnt mit einer Spritze durch die Sonde applizieren.

Eine weitere Option ist der Einsatz von Medikamenten zur Reduktion der Sekretbildung. Ihr Kinderarzt kann Sie zu diesem Thema ausführlich beraten. Er sollte Sie jedoch auch darauf hinweisen, dass der Einsatz derartiger Mittel nicht ungefährlich ist, da das Sekret dabei dicker und zähflüssiger werden kann, wodurch Ihrem Kind bei der Bewältigung des Sekrets ernsthafte Probleme bereitet werden könnten.

Weitere Informationen über die verschiedenen Arten von Sondennahrung finden Sie in der Stiftung NOAH Reportage Sondennahrung sowie auf den Seiten der Hersteller in den unten aufgeführten Links & Quellen.

Links & Quellen

Stiftung NOAH : Reportage Sondennahrung | Abbot : Kindernahrung | BBraun : Sonden- und Aufbaunahrung | Fresenius : Enterale Ernährung | Nestlé : Sondennahrung | Pfrimmer Nutritia : Enterale Ernährungsprodukte

Kommentare

Donnerstag, 21. Oktober 2004, 17:30 Uhr

Seit neuestem gibt es von der Firma Hipp eine Trink- und Sondennahrung. Diese Nahrung hat den Vorteil, sehr nährstoofkonzentriert zu sein, im Gegensatz zu selbstzubereiteten Speisen oder Gläschen, die durch die Verdünnung an Volumen gewinnen, aber an der Nährstoffdichte verlieren. Diese Nahrung ist nicht bilanziert, d.h. sie deckt den Nährstoffbedarf nicht ausschließlich und müßte vermutlich ergänzt werden. Die Nahrung gibt es in 500ml Flaschen (2 x Gemüse-Fleisch; 1 x Banane-Getreide). Alle 3 Sorten enthalten allerdings viel Milch. Falls die Milch die Sekretbildung verstärkt, wären sie also nicht geeignet. Dann käme evtl. noch eine sogenannte Oligopeptidnahrung in Frage, bei der das Eiweiß auch aus der Milch stammt, allerdings in kleinere Einheiten gespalten ist. oder tatsächlich eine selbst zusammengestellte Nahrung. Diese sollte allerdings so gestaltet sein,dass sie die Empfehlungen der Nährstoffzufuhr für 10jährige Kinder deckt und gegebenenfalls ergänzt werden.

Montag, 03. Januar 2005, 12:25 Uhr

Meine Tochter Antonia isst schlecht ,würde ihr gern etwas hochkalorisches anbieten.Was meinen sie? Antonia ist 21 Monate alt.

Sonntag, 09. Dezember 2007, 22:10 Uhr

Ich habe einen 2 Jährigen Sohn tracheostomiert und Button mit hochgradiger Sekretbildung. Seit 6 Mt haben wir die Sondennahrung schon auf über die Hälfte reduziert und statt dessen gebe ich im Selbstgekochtes (Gemüse, Hafer, Griss, Früche jedoch aus dem Glas) alles mit der Spritze. Den Hafer und Griss koche ich mit Ziegenmilch. Er hat immer noch viel Sekrtet jedoch nicht mehr so zäh und dadurch besser hochzuhusten und abzusaugen.

Um mehr kalorien ins Essen zu bringen kann man Mandelmus verwenden. (jedoch zuerst die Diätberatung fragen)

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