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Magensonden : Frage & Antwort

Wie sieht die Nachsorge bei der Buttonentfernung aus?

Meine Kinder ( Zwillinge, ein Junge und ein Mädchen, vier Jahre) haben beide seit drei Jahren einen Button zur Ernährungsergänzung. Jetzt haben die beiden das Essen gelernt und die Buttons sollen nun endlich raus.

Das Entfernen ist ja an sich ganz einfach, aber wie sollte die Nachsorge aussehen und wie schnell sollte sich das Loch schließen? Bei meiner Tochter hat sich um das Loch eine Wulst gebildet. Wie und wann könnte man sie entfernen?

Frage gestellt von
Ute Pollack, Ziltendorf

Antwort

Montag, 18. April 2005 14:06 Uhr

Selbstverständlich kann ein Button zumeist ohne Weiteres entfernt werden, wobei sich die meisten Eintrittstellen spontan innnerhalb von 2-3 Wochen von alleine verschließen. Während dieser Zeit ist es sinnvoll, eine Kompresse zum Schutz über die Eintrittstelle zu kleben. Falls die Kompresse feucht werden sollte, z.B. weil sich die Eintrittstelle noch nicht vollständig geschlossen hat, ist es ratsam, die Kompresse regelmäßig zu wechseln.

Wenn der Eintrittskanal epithelialisiert ist, sich also eine hautähnliche Oberfläche gebildet hat, kann der sponate Verschluß manchmal nicht klappen. In diesen Fällen muss die Eintrittstelle dann operativ verschlossen werden.

Eine Wulstung hingegen ist Granulationsgewebe. Es ist für sich genommen harmlos, es muss jedoch im Einzelfall durch den behandelnden Arzt entschieden werden, ob dieses abgetragen oder z.B. mit Höllenstein geätzt werden sollte.

Weiterführende Informationen über die Nachsorge bei einer Buttonentfernung finden Sie in den unten aufgeführten Links & Quellen.

Links & Quellen

Thieme Connect : Button Gastrostomie | Thieme Connect : Button Systeme | Virtual Hospital : Percutaneous Endoscopy Gastrostomy Placement | Thieme Connect : Persistence of Gastrocutaneous Fistula | Cystic Fibrosis Medicine : Gastrostomy feeding picture gallery

Kommentare

Sonntag, 17. Juli 2005, 10:23 Uhr

Ich möchte keinen Kommentar zu diesem Thema schreiben. Ich habe eine wichtige Frage.

Am 1.10.1981 kam ich mit einer Ösophagatresie zur Welt. In der Zwischenzeit hatte ich viele kleinere und grössere Probleme, was ja auch nicht weiter erstaunlich ist.

Jetzt ist aber ein neues Problem aufgetaucht. Das Loch vom Gastrostoma wurde bis jetzt noch nicht operativ verschlossen. Es ist von alleine zugewachsen oder verklebt. Seit 2 Wochen beginnt die Umgebung zu brennen (ich kann nicht sagen, ob unter der Haut oder auf der Hautoberfläche) und die Haut rötet sich an dieser Stelle. Es geschieht nicht bei jeder Nahrungsaufnahme. Dei Art der Nahrung (Brot, Orangensaft, Milch mit Kakao und Kaffee) spielt dabei auch keine Rolle. Wie lange kann ich warten, bevor ich etwas dagegen unternehmen muss?

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