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Erfolgreiche Tracheomalazie-Behandlung

Donnerstag, 4. September 2003, 12:11 Uhr

Die Tracheomalazie ist eine angeborene oder erworbene Weichheit der Atemwege, die zwar relativ selten vorkommt, aber durchaus lebensbedrohlich sein kann. Es ist daher besonders wichtig, auf ein etwaiges Auftreten der Symptome dieses Leidens, wie z.B. laute Atemgeräusche, eine Häufung von Infekten oder Atemnot durch einen Luftröhrenkollaps, zu achten.

Die erfolgversprechendste Methode, um betroffenen Kindern effektiv helfen zu können, ist ein minimalinvasiver Eingriff, der seit ungefähr 6 Jahren in Österreich vorgenommen wird. Der Eingriff dauert nur 15-20 Minuten und eine Besserung zeigt sich oft sofort.

Die Methodik des Eingriffs ist sehr einfach: Ein kleines Metallgitter, ein sogenannter Palmaz-Stent, wird auf einen Ballon montiert, der dann mit Hilfe eines Bronchoskops in die Luftröhre eingeführt und an der weichen Stelle platziert wird. Durch das Aufblasen des Ballons wird der Stent bis auf den Durchmesser der Luftröhre erweitert. Anschließend wird der Ballon entfernt, die Luftröhre ist nun durch den Stent stabilisiert. Das Kind kann meistens sofort frei atmen.

Weitergehende Informationen über diesen Eingriff finden Sie auf den Webseiten von Gesundheit und Forschung (Dez. 2002) sowie dem Hospital for Sick Children, Toronto (englisch).

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